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Digitale und analoge Welt verbinden: Der GS1 Digital Link bietet hier komplett neue Möglichkeiten. Doch was genau steckt dahinter und wie unterscheidet er sich von der bisherigen Technologie?

Beim GS1 Digital Link handelt es sich um ein Upgrade bestehender Barcode-Technologien, das Unternehmen und Kunden ganz neue Möglichkeiten am Point of Sale gibt. Das Wichtigste dabei ist wohl die Verknüpfung zwischen Online- und Offline-Welt: Erstmals ist es nun möglich, Produkte mit dem Smartphone oder anderen internetfähigen Endgeräten zu scannen sowie diese mit individuellen Onlinepräsenzen zu verknüpfen.

Barcodes auf Produkten haben dabei seit ihrer Einführung im Jahre 1974 durch den amerikanischen Kaugummihersteller Wrigleys eine wahre Erfolgsgeschichte erlebt. Heutzutage ist die Barcode-Technologie im Supermarkt nicht mehr wegzudenken. Dementsprechend findet man kaum noch Produkte ohne entsprechende Kennzeichnungen.

Zu unterscheiden sind Barcodes dabei von QR-Codes. Barcodes oder auch Strichcodes dienten bis dato vor allem der reinen Produktidentifikation. Wenn der entsprechende Artikel an der Kasse gescannt wird, wird er automatisch der Rechnung hinzuaddiert und aus dem Bestand abgezogen. QR-Codes hingegen haben den Vorteil, dass eine höhere Anzahl an Informationen gespeichert werden kann. Während Barcodes nur eine Zahlenkombination abbilden, können QR-Codes auf eine Webseite mit vielen weiteren Informationen verweisen.

Die neuen Codes sind die Zukunft!

Der GS1 Digital Link bietet nun die Möglichkeit, Vorteile beider Technologien zu verbinden und optimal auszunutzen. Im Unterschied zu QR-Codes, die von vielen Smartphone-Kameras automatisch erkannt werden, ist es nicht möglich, Barcodes ohne spezielle App zu scannen. Um das zu umgehen und den Konsumenten weitere Informationen zur Verfügung zu stellen, nutzen viele Unternehmen QR-Codes. Hier geht jeder Hersteller seinen eigenen Weg und entwickelte die entsprechenden Codes in Eigenregie. Verständnis und Akzeptanz der Konsumenten leiden bisweilen darunter, denn immer wieder werden die Erwartungen enttäuscht (LINK WDR). Mit der neuen Lösung ist es nun jedoch möglich, eine individuelle digitale Identität für jedes Produkt zu schaffen, die standardisiert von GS1 verwaltet wir. Wie die Barcodes gibt GS1 die QR-Codes zentral raus und bindet sie in die weltweite Datenbank ein. Unternehmen können entscheiden, ob sie dem Kunden eigene Inhalte anzeigen wollen oder alternativ die entsprechenden Daten über die GS1 Cloud bereitstellen wollen. Die GS1 Cloud ist eine firmeneigene, internationale Datenbank, die sämtliche Produktinformationen vertrauenswürdig speichert.

Hier dürfen Hersteller und Händler kreativ werden: Mit zusätzlichen Technologien können die angezeigten Informationen in Echtzeit an die gegebenen Umstände angepasst werden. So können zum Beispiel Kunden, die das Produkt morgens um 8:00 in der Innenstadt scannen, andere Informationen angezeigt werden, als Konsumenten, die sich abends in einem Vorort über das Produkt informieren wollen.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind dabei vielfältig: In der Lebensmittelindustrie können beispielsweise genauste Daten aus dem Herstellungsprozess oder exakte Nährwertinformationen mit nur einem Scan angezeigt werden. In der heutigen Zeit, in der Konsumenten vermehrt auf faire Produktions- und Arbeitsbedingungen achten und immer neue Ernährungstrends die Runde machen, bietet der GS1 Digital Link also die perfekte Möglichkeit dem Kunden sämtliche relevante, produktindividuelle Informationen sekundenschnell bereitzustellen. Auch die Verlinkung zu weiteren Services oder Informationen, die das Produkt betreffen, sind möglich. Interessiert sich der Kunde beispielsweise für den ersten Teil einer mehrteiligen Filmreihe, so können ihm direkt die Fortsetzungen angezeigt werden, gegebenenfalls in Kombination mit besonderen Rabattaktionen vor Ort. Digitales Marketing an den wichtigsten Punkten der Customer Journey.

Somit wird dem Kunden also ein ganz neues Erlebnis am Point of Sale geboten. Jegliche Arten von Informationen können in Sekundenschnelle abgerufen werden, was vor allem das Vertrauen gegenüber dem Unternehmen deutlich erhöht. Neben Herkunftsinformationen sind auch andere verkaufsfördernde Maßnahmen, wie individuelle Rabattaktionen oder das Weiterleiten zu verwandten Produkten denkbar. Dabei handelt es sich hier nur um zwei von schier unendlich vielen Beispielen. Den Anwendungsmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt.

Ebenfalls vorteilhaft: Der GS1 Digital Link funktioniert mit allen gängigen GS1 Datenträgern. Unternehmen werden demnach nicht gezwungen, auf neue Technologien umzusteigen. Stattdessen können sie komfortabel ihre bisherigen Datenträger beibehalten. Grundlage dafür ist der so genannte Uniform Resource Identifier (URI), der die existierenden Codes online abrufbar macht.

Ein Blick in die Zukunft macht klar: Der klassische Barcode wird seine Daseinsberechtigung verlieren. Zu groß und umfangreich sind die zusätzlichen Möglichkeiten, die neue Technologien mittlerweile bieten. Neue Kassensysteme können schon jetzt QR Codes scannen, bis zur flächendeckenden Nutzung dürfte es nur eine Frage der Zeit sein.


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